Anwesenheitsliste

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#1
Hallo, ich bins schon wieder.
ich bin seit mehr als 5 Jahren BRV. in der Vergangenheit haben wir immer die Anwesenheitsliste wie folgt geführt:
Name Unterschrift anwesend zu TOP Verhinderungsgrund
Wobei der Name von mir vorgegeben war, ich kenne ja meine Gremiumsmitglieder, also habe ich ein Word Dokument gemacht, in dem der Name schon drin steht (auch die Namen der Ersatzmitglieder).
Jetzt kam ein neues Mitglied frisch vom Lehrgang und meint das wäre falsch. Es wäre nicht nur die eigenhändige Unterschrift notwendig, sondern der Name müsste auch noch mit der Hand geschrieben sein. Ich bin der Meinung, das ganze wird erst durch die Unterschrift zum Dokument, denn als Namen kann ich alles mögliche reinschreiben. Und wieder gibt es hier eine Grundsatzdiskussion. In meinem Handbuch steht, die eigenhändige Unterschrift ist ausreichend. Außerdem vereinfacht sie das Verfahren, man muss sich ja das leben nicht unnötig schwer machen. Was gilt denn nun?
Danke für Eure Antworten
Gruß
sittingbull
 

RA_Kluge

Administrator
Mitarbeiter
#2
In meinem Handbuch steht, die eigenhändige Unterschrift ist ausreichend.
Ja, das sehe ich auch so. Ich sehe in der Praxis auch sehr häufig Anwesenheitslisten, in der die Namen der Betriebsratsmitglieder schon vorgedruckt sind und wo die Betriebsratsmitglieder ihre Anwesenheit dann "nur noch" mit ihrer Unterschrift bestätigen. In Gerichtsverfahren habe ich noch nie erlebt, dass diese Vorgehensweise von irgendeinem Verfahrensbeteiligten bemängelt worden ist.

Auch in den wichtigsten Kommentaren zum BetrVG ist sets nur von der (eigenhändigen) "Unterschrift" die Rede (z.B. Fitting, § 34 Rn. 21; GK/Raab, § 34 Rn. 21; DKKW/Wedde, § 34 Rn. 3).

Ich kann auch keinen Sinn darin erkennen, dass ein Betriebsratsmitglied zusätzlich zur eigenhändigen Unterschrift auch noch seinen Namen eigenhändig in die Anwesenheitsliste eintragen müsste. Dagegen sprechen auch Praktikabilitätsgründe. Die Zeit für die Erstellung der Liste würde sich ja mindestens verdoppeln. Das kann bei größeren Gremien (mit z.B. 75 BR-Mitgliedern wie bei Volkswagen Wolfsburg) schon einen erheblichen Unterschied machen.
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#5
Aber gerne. Das ist das "Handbuch für Betriebsrats-Vorsitzende" das habe ich von der WAF (einem Institut für Betriebsratsfortbildung) bekommen als ich dort den kurs für BRVs und Stellvertreter gemacht habe.
ist sozusagen meine "Bibel" :)
Gruß
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#6
Sorry, das Ding hat natürlich auch eine ISBN: 978-3-927155-27-5 Autor: Klaus Kellner
hatte ich vergessen, man wird alt :)
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#9
Guten Morgen,
ja, das Ding hat tatsächlich 461 Seiten. Teilweise sehr interessant teilweise etwas langweilig...aber für mich ist es so eine Art Bibel :)
 

armesau:D

Erfahrenes Mitglied
#11
übrigens wir haben auch vorgedrückte Anwesenheitsliste seit jetzt 5 Jahren, jeder der darf (;)) leistet sein Unterschrift neben seine Name, auch die Gäste... Gruß an alle