Außerordentliche Wahl in Corona-Zeiten

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Hallo zusammen,

wir wählen im November einen neuen Betriebsrat durch außerordentliche Wahl.

Nun möchte die Geschäftsleitung die Briefwahl für alle und keine öffentliche Stimmauszählung, um Ansteckung zu vermeiden. Wir haben leider aktuell tatsächlich Corona-positive Kollegen in der Firma.
Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass das Gesetz hierzu klare Vorgaben macht, allerdings gibt es in der WO keine Anpassung an "Pandemie-Zeiten".

Mir geht es hier um das Vertrauen der Belegschaft und die Nachvollziehbarkeit der korrekten Wahl.
Den Einwurf/die Prüfung der Briefwahlunterlagen sowie die Stimmauszählung könnten wir unter Zeugenaufsicht (Wahlhelfer) und Video-Live-Übertragung transparent machen.

Ist es legitim, allen Mitarbeiter/innen Briefwahlunterlagen zukommen zu lassen und darauf zu bestehen, dass diese auf dem Postweg beim Wahlvorstand landen?
Oder müssen wir den Kollegen/innen ermöglichen, diese persönlich mit entsprechenden Hygienevorschriften abgeben zu dürfen? Die GL will das nicht.
Inwiefern können wir hier Schutzmaßnahmen/Schutzbedürfnis mit dem Recht, persönlich an der Wahl und der Stimmauszählung teilzunehmen vereinbaren?

Mich interessiert Ihre Meinung dazu. Wie würden Sie verfahren, sollten Sie in Corona-Zeiten wählen müssen?

Besten Dank für Ihre Antwort.

Freundliche Grüße, Marion