BR Tätigkeiten trotz Arbeitsunfähigkeit

Claus Anders

Neues Mitglied
#1
Guten Tag zusammen,

folgende Situation bzw. Problematik.

Ein BR Mitglied, weiblich, leider immer wieder mal in einem streßbehafteten Verhältnis zum AG, ist seit einiger Zeit AU. Sie nimmt aber im mobilen Arbeiten an Arbeitsgruppen und oder auch an der BR Sitzung telefonisch teil. Der AG hat Kenntnis davon und wundert sich nun ( HR Abtlg. ) das sie, trotz AU BR Tätigkeiten übernimmt. Der HR Mensch, verlangt nun vom Gremium, dass wir eine Aussage treffen in welchem zeitlichen Rahmen sie BR Arbeiten macht, was wir natürlich nicht tun. Inwieweit ist sie per BetrVG geschützt, damit sie hier an dieser Stelle keinen übermäßigen Streß bekommt?
Gibt es dazu Urteile vom AG die man zur Klärung der Situation heranziehen kann?
Meiner Kenntnis nach stellen sich Richter schon mal so auf, dass sie sagen, dass part. BR Arbeit von der Belastung her, nichts oder deutlich weniger damit zu tun haben, wie anstrengend ein NORMALER Arbeitstag ist ? Soll das heißen , das dieser Zustand vom AG zu tolerieren ist oder steht hier Streß an? Ich hoffe, ich konnte mich vermitteln und danke vorab für erhellende Antworten.
Claus Anders
 

armesau:D

Erfahrenes Mitglied
#2
Hallo Claus, nun, ein bisschen bla-bla aus der Praxis; Wenn der BR auch mit AU, bei BR Angelegenheiten teilnehmen will, darf es! Der AG, wenn der MA krank ist, hat auch nicht zu interessieren, ob die BR-ätin ehrenamtlich sich mit dem BR arbeitet, er muss auch nicht die Stunden zahlen. Wichtig wird es wenn die BR-ätin bei Beschlüssen mitwirkt. Aber das, wird auch im Protokoll dokumentiert so, dass die Beschlüsse nicht Gültigkeit verlieren. Das Problem bei Beschlüssen wäre nur ob, das BR-Mitglied telefonisch garantieren kann, dass keine Infos an BR-Fremde landen. Heute, mit der neuen Verordnungen für Corona, sind Video- wie auch Telefonkonferenzen unter Auflagen erlaubt. Und meiner Meinung nach, ob die BR-Arbeit ihr Stress verursacht oder nicht, weiß sie selber am besten. Alles was deine Krankheit nicht verschlechtert, oder der Genesung nicht entgegenwirkt, ist auch nicht verboten.
 

Claus Anders

Neues Mitglied
#3
Dankeschön für die Antwort, das deckt sich im Grunde mit dem, was wir uns auch schon gedacht hatten, alleine dem AG fehlt sowohl Verständnis als auch Vertrauen ... aber das kennen wir ja leider schon. Wie gesagt, das Verhältnis zwischen den beiden Parteien ist mehr als angespannt.