Stellenbeschreibungen

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#1
Moin zusammen,
wir haben festgestellt, dass in unserem Betrieb (mittelständisches Softwarehaus) die Stellenbeschreibungen entweder nicht existieren oder überholt sind.
Diese Stellenbeschreibungen sollen aber die Basis werden für eine faire Mitarbeiterbewertung die wir für die Zukunft anstreben.
Jetzt meine Fragen: Haben wir das Recht die aktuellen Stellenbeschreibungen einzusehen? Dürfen wir diese mit dem Mitarbeiter abstimmen und wie geht man vor, wenn man Differenzen zwischen der Stellenbeschreibung und der tatsächlichen Tätigkeit des Mitarbeiters feststellt?
Und noch: Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage?

Vorab schon mal vielen Dank für die Antworten.
Gruß
Sittingbull
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#3
Guten Morgen,
ja, das ist mir bewusst. Das beantwortet aber nicht meine Frage wie man mit den Differenzen zwischen der Stellenbeschreibung der tatsächlichen Tätigkeit des Kollegen umgeht. Wenn wir vernünftige Leistungsbeurteilungen wollen ist die Basis nach unserem Dafürhalten die passende Stellenbeschreibung.
 

Rm Baer

Erfahrenes Mitglied
#4
Aber da ist ja das Problem. Wie in dem anderen Thread geschildert kommst du auf direktem Wege nicht weiter.
Weiter kommst du wenn du dich mit dem AG einigst oder wenn du zu einem Gesetz kommst, mit dem berühmten Satz der Einigungsstelle;)

Und in vielen Firmen passt die Stellenbeschreibung nach kurzer Zeit nicht mehr zur tatsächlichen Arbeit. Ich weiß nicht wie groß und wie umfassen die Tätigkeiten bei euch sind. Aber wir mit knapp 700 Mitarbeiter werden niemals für alle Stellen eine Stellenbeschreibung überprüfen können.
Gibt es bei und Differenzen, klären wir das mit dem Vorgesetzten. Ist der uneinsichtigt oder bockig warten wir bis er etwas von uns will. Klappt meistens, denn die Vorgesetzten kennen sich zu 90% nicht im BetrVG aus.
Sollten aus der Leistungsbeurteilung Gehaltsansprüche entstehen, hättet ihr ein Mitspracherecht nach § 87 (1) 10
Gruß
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#5
Da ist was dran was Du sagst. Erschwerend kommt bei uns hinzu, dass ein großer Teil der Vorgesetzten (sog. Line Manager) nicht hier vor Ort sitzen sondern in England oder Amerika. die kennen das also gar nicht mit den Stellenbeschreibungen.
Jetzt ist es vorgekommen, dass es eine Gehaltsanpassung gab und einige Leute gar nichts bekommen haben, weil diese den Vorgesetzten offensichtlich überhaupt nicht bekannt waren. Dem wollen wir für die Zukunft vorbeugen indem wir die vorgesetzten quasi "zwingen" ein Beurteilungsgespräch mit den Leuten durchzuführen. Aber diese Beurteilung einer Leistung kann ich nur machen, wenn genau festgelegt ist, was der jeweilige Mitarbeiter überhaupt tun muss. Und das...naja, das steht halt in seiner Stellenbeschreibung. Das ist der Hintergrund für diese Aktion.
 

armesau:D

Erfahrenes Mitglied
#6
Als Ersatz zur Stellenbeschreibung, für neue Stellen für die keine Beschreibung gibt, könnt ihr auch die Stellenausschreibungen, als Orientierungshilfe nehmen... machen wir auch ;)
 

Sittingbull

Erfahrenes Mitglied
#7
Hallo aremsau,
schön, mal wieder was von Dir zu lesen.
Leider ist es ja so, dass die Stellenaussreibung oft so rein gar nix mehr mit der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit zu hat. Das ist die Krux. Wir haben jetzt folgendes beschlossen: Wir drucken alle Stellenbeschreibungen aus, ordnen die Leute zu und geben jedem seine Stellenbeschreibung und bitten ihn, die auf seine tatsächliche Tätigkeit zu überprüfen. Bei geringen Abweichungen ist das ja kein Problem, aber bei gravierenden werden wir die Personalabteilung anschreiben und darauf hinweisen und um Anpassung bitten. Mal schauen was passiert.
Gruß
Sittingbull
 

Rm Baer

Erfahrenes Mitglied
#8
Hallo Sittingbull,
leider kommt man mit dem Gesetz oft nicht weiter. Selbst wenn es dazu was gäbe bekommt man das nicht durch weil man ja nicht immer klagen will.
Wir arbeiten gerne über Umwege oder wie ihr es jetzt vorhabt, einfach mal was machen.
Wer genug nervt, wird gehört,damit man Ruhe hat.:cool: