Wie ist das mit dem Betriebsrat seines Vertrauens?

#1
Darf ein MA, welcher zum Personalgespräch gerufen wird, den Chef bitten, den Termin so zu legen, dass der BR seines Vertrauens dabei sein kann?
Bei unseren Personalreferenten herscht die Meinung, dass wir ein Gremium von 21 BRM sind und 5 Freigestellte BRM haben. Da müsste keine Rücksicht drauf genommen werden. Schon gar nicht, wenn das BRM des Vertrauens im Außendienst tätig ist und der Termin mit seinem Kalender abgleichen werden müßte. Schließlich wäre das Personalgespräch wichtig.

Ich persönlich finde schon, dass ein vertrauensvoller und guter Umgang im Zeitalter von Outlook usw. es möglich macht, das BR Mitglied des Vertrauens einzuladen und den Termin so abzustimmen. Oder gibt es da sogar eine Rechtsprechung oder rechtliche Grundlage für.

Vielen Dank an alle, die mich dabei unterstützen klarer zu werden.
 

Rm Baer

Erfahrenes Mitglied
#2
Hallo Fasi 1962,
ich kenne kein Urteil dazu. Ich kenne auch nur den Satz : Ein Mitglied des Vertrauens..
Das wird aber bei 5 Freigestellten schwer zu argumentieren sein, das dort nicht ein Mitglied sitzt von dem man angemessen vertreten werden kann.
Das könnte ich mir nur in Betrieben mit Listenwahl vorstellen in dem alle Freigestellten aus einer Liste stammen, man selber aber zu der Liste kein Vertrauen hat.
Da würde ich nochmal auf dem Vorgesetzten zugehen und erklären warum nur der eine in Frage kommt.
Gruß
 
#3
Guten Morgen Rm Baer,

vielen Dank für die Antwort.

Jeder Mitarbeiter hat das Recht seinen Arzt des Vertrauens usw. aufzusuchen. Also muss es doch auch rechtens sein, sein BR Mitglied des Vertrauens zu Gesprächen anzufordern. Schliesslich hat man ja den oder die BR Bewerber/in gewählt. Egal ob persönlich oder als Unterstützung zu einer Liste.

Ist das Recht auf genau den/die Betriebsrat Kollegen/Kollegin nicht aus einer anderen Rechtsvorschrift bzw. Rechtsprechung ableitbar?

Vielen Dank für die Unterstützung
 

Rm Baer

Erfahrenes Mitglied
#4
Jeder Mitarbeiter hat das Recht seinen Arzt des Vertrauens usw. aufzusuchen.
Hallo Fasi
Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Das kommt aus einer ganz anderen Rechtssprechung.
Also muss es doch auch rechtens sein, sein BR Mitglied des Vertrauens zu Gesprächen anzufordern
Die Aussage hat ja auch Bestand. Nur bei 5 Freigestellten wird eine Argumentation schwierig. ( Nicht unmöglich)
Da würde ich nochmal auf dem Vorgesetzten zugehen
Es gibt im BetrVG auch auch die Aufforderung beider Parteien zur "vertrauensvolle Zusammenarbeit"
Hier würde ich immer ansetzen. Einem nur Paragrafen um die Ohren zu hauen, führt oft nicht zum Ziel. Eine vernüftige Argumentation ist dort oft die Lösung.
Ich konnte aus die schnelle auch keinen Rechtssprechung finden die genau zu euch passt. In den Fällen gab es keine 5 Freigestellte sondern nur einen oder niemanden. Da ist es leicht das BR Mitglied seines Vertrauen durchzubekommen.
Gruß
 
#5
Vielen Dank für die Information.
Wahrscheinlich hat sich da in mir ein "Irrglaube" gefestigt, den ich natürlich sehr gut finde.
Ich habe mich ein wenig leiten lassen von der "Hochnäsigkeit" unserer Personalreferenten.

Vielen Dank und bleiben Sie gesund